Leserbrief zur ernsten Lage des Lützelbach-Windrads

Man hat die Tilgungsraten bis März 2016 (Kommunalwalen) ausgesetzt , dass die Wahlen nicht mit einer Blamage bez. der Insolvenz der Windrad-GmbH belastet werden .!!!

 erschienen am 11.11.15. LESERBRIEF: Geld ist alle

Kalamitätenrotor tritt in die finale Phase ein! von JOACHIM BACK  ODENWALDKREIS

ODENWALDKREIS / LÜTZELBACH. – Nach Lützelbach kommt nun auch der Kreis seinen Verpflichtungen nach und legt ein Gesellschafterdarlehen in die Windpark Hainhaus GmbH & Co.KG ein. Die erste Million ist also planmäßig bald versenkt.

Aber der Reihe nach: Vor dem Kauf des ersten – und hoffentlich auch allzeit einzigen kommunalen Rotors – hatten die international renommierten Odenwälder Windkraftfachexperten EGO und OREG sich förmlich mit immer neuen Ertragsprognosen überboten. Unser  lieber damaliger Landrat – ebenfalls ein ausgewiesener Energiespezialist – hatte sich besonders für den Kauf des Olt-Oreg Rotors stark gemacht. Rot, Grün und ganz Grün damals in trauter Eintracht! Die Bürgerinitiativen hatten anhand von Daten und Fakten immer wieder dargestellt, dass in unseren Mittelgebirgslagen diese Anlage nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Das waren allerdings Ingenieure, Natur- und Wirtschaftswissenschaftler und die haben es naturgemäß schwer bis zu den energiefernen Funktionären innerhalb der Odenwälder Kommunalverwaltungen vorzudringen.

Wer‘s wissen will schaut sich im Echo-Archiv den Artikel „Dreht das geplante Windrad Teilhaber in die roten Zahlen?“ (9.12.2011) an. Da steht alles, lesen muss man nur können. Es kam wie es kommen musste, der Rotor leistet genau das, was ein Rotor dieser Größenordnung eben in unseren Höhenlagen leistet, nämlich bei weitem nicht das was nötig wäre, um den Schuldendienst des zu 100% über ein Darlehen finanzierten Rotors abzustottern. Also steht das Ganze jetzt vor der Pleite. Da Kreis, Lützelbach und EGO weit über 1 Million Euro an Bürgschaften gegeben hatten, fordern dies die Banken nun ein. Das Geld wird also von Kreis und Lützelbach in die Windpark Hainhaus GmbH und Co. KG eingezahlt, ist also weg. Das darf natürlich nicht so genannt werden und schon gar nicht vor den anstehenden Kommunalwahlen. Also spricht man schönfärbend von der Wandlung der Bürgschaft in ein Darlehen und der Beseitigung aller Risiken. Klar wenn die Kohle erst mal weg ist kann man sie nicht mehr verlieren („fort is fort“). Vielleicht liegt es an solchen schmierigen Vorgehensweisen, dass die Wahlbeteiligung immer mehr sinkt. Wer lässt sich schon gerne so billig für dumm verkaufen. Und das mit >Risiko weg< stimmt leider auch nicht. Was Herr Olt anscheinend nicht weis: Der Rotor steht auf Lützelbacher Grund. Also bitte schon mal die nächste halbe Million für den Rückbau ansparen. Dafür ist dann nämlich nicht die OREG, der Kreis, oder die EGO verantwortlich, sondern der Grundstücksbesitzer.

Joachim Back
Kreuzweg 12
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