Pressemitteilung der BIs Gegenwind Hassenroth und Otzberg zum Gespräch mit den Odenwälder Grünen am 20. Februar 2017 

Vertreter der Bürgerinitiativen Gegenwind Hassenroth und Otzberg trafen sich Ende Februar mit dem Kreisvorstand der Bündnis 90/Die Grünen in Michelstadt, um die Bedenken der Bürgerinitiativen gegen den Bau von Windkraftanalgen im Märkerwald, nur 1.000 m von Hassenroth entfernt, vorzutragen. Anwesend waren auch die Landtagsabgeordnete Martina Feldmayer und der Bundestagskandidat der Grünen Frank Diefenbach.Die BIs erläuterten, dass einerseits die Gemeinde Otzberg, Eigentümerin des Märkerwaldes, ein Interessenbekundungsverfahren zur Auswahl eines Projektierers vorantreibt. Im Zuge der Otzberger Interessen aber auch ein Teil des Gebietes im Entwurf zur 2. Offenlage des TP EE gelangte. Dieser Regionalplan wird nach der 2. Offenlage erneut in der Regionalversammlung zur Abstimmung gestellt werden, der auch eine Vertreterin der Odenwälder Grünen angehört.

Die BIs bemängeln, dass mit dem Märkerwald ausgerechnet ein Gebiet ausgesucht wurde, dem ein aktuelles Naturschutzgutachten eine hohe Artenvielfalt bestätigt und das als hochsensibles Gebiet für gefährdete Vogelarten gilt. Die vom RP Darmstadt angenommenen Schutzradien z. B. um Rotmilan-Horste beruhen zudem auf veralteten bzw. unzureichende Daten, wie die BIs in einer Einsichtnahme beim RP in die relevanten Karten feststellen mussten. Dass ausgerechnet dort WKAs gebaut werden sollen, wo man andernorts mit öffentlichen Geldern die auch im Odenwald stark zurückgehende Biodiversität zu erhalten versucht, ist völlig unverständlich.

Neben dem Naturschutz erläuterten die BIs auch die besonders bedrängende Wirkung für Hassenroth, die Existenzgefährdung von Tourismusbetrieben im staatlich anerkannten Erholungsort, die Beeinträchtigung des Denkmals Veste Otzberg, das Sinken der Immobilienwerte bis hin zur Unverkäuflichkeit sowie die eklatanten Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen durch Schall, Infraschall und Schattenschlag.

Die Grünen machten deutlich, dass für sie kein Weg an dem Ausbau der Erneuerbaren Energien vorbei geht und dass durch die Dezentralisierung der Energieerzeugung sich die Zahl der Betroffenen und damit der Widerstand in der Bevölkerung stark erhöht. Allerdings versprachen die Vertreter, die vorgelegten Gutachten und Einwände sorgfältig zu prüfen. Beide Seiten vereinbarten dazu, weiter in Kontakt zu bleiben. Die Bürgerinitiativen werden mit großer Spannung verfolgen, wie sich die Odenwälder Grünen in Sachen Märkerwald positionieren werden. Insbesondere nachdem die Grünen-Kreistagsfraktion in einem jüngsten Presseartikel ihre Besorgnis hinsichtlich der Biodiversität kundgetan und die Kommunalpolitik zu vermehrten Anstrengungen aufgefordert hat.

 

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